Höhlen allgemein:
Hört
man als Mitteleuropäer erstmals von bewohnten Höhlen, so stellt man
sich feuchte und dunkle Löcher vor, deren Einwohner in Fellbekleidung
herumlaufen.
In anderen Kulturkreisen sind aber Wohnhöhlen immer
noch genutzte Wohnräume. In Südeuropa steigt seit Jahren die Anzahl
dieser Unterkünfte sogar wieder an, da man die Vorzüge mittlerweile
erkannt hat.
Ein Beispiel:
Auch
in Deutschland wird immer mehr Wert auf eine gesunde Wohnumgebung
gelegt. Seit einigen Jahren erlebt z.B. der Lehmbau wachsende
Beliebtheit aufgrund seines sehr guten Wohnklimas. Was lange Zeit als
primitiv und rückständig galt, wird dank moderner Techniken wieder
interessant.
Da wir beim Ausbau auf natürliche Baustoffe achten, sind solche Unterkünfte für Allergiker sehr geeignet (ich weiß wovon ich schreibe, Allergien quälen mich seit 20 Jahren)
Ein außergewöhnliches Raumklima ist die Folge. Hinzu kommt eine entspannende Stille in angenehmer Atmosphäre.
Im Winter ist es drinnen nie kalt und im Sommer wird es dort nie brütend heiss. Das ganze Jahr über herrschen weitgehend ausgeglichene Temperaturen, die um die mittlere Jahresaussenlufttemperatur des jeweiligen Gebietes schwanken, je tiefer man unter der Erde ist , desto geringer werden die jährlich Temperaturschwankungen. In Frankreich ist ab 4 Metern Deckschicht nur noch eine Schwankung von 1ºC wahrnehmbar. Im tunesischen Wüstenklima von Matmata sind dafür zwischen 7 und 10 Meter Tiefe nötig. Im südspanischen Crevilliente (bei Alicante) werden gar ganzjährig zwischen 22 und 23 Grad gemessen.